Osternacht Villigst 2014

Osternacht 2014

19. April 2014

22.00 Uhr

Evangelische Kirche Villigst

Osternacht 2014

“Christus, das Licht!” – “Dank sei Gott!”

  • Licht-Christi-Prozession
  • Hineintragen der brennenden Osterkerze zum Gesang „Christus, das Licht“
  • Begrüßung des Lichts  mit dem feierlichen Exsultet, dem großen Osterlobpreis
  • Lesungen aus der Heilsgeschichte Gottes mit uns Menschen

Reich an Zeichen ist die Feier der Osternacht.
Sie ist die “Nacht der Nächte”: eine Nacht des Wachens und Betens zum Gedenken an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten und damit an den Durchgang vom Tod ins Leben:

  • durch Dunkel zum Licht
  • durch Leid zur Freude
  • aus der Gefangenschaft in die Freiheit
  • vom Tod zum Leben
  • durch das Kreuz zur Auferstehung.

“Der Herr ist auferstanden!” – “Er ist wahrhaftig auferstanden!”

Plädoyer für neues Ausbildungsmodul

Pfarr-Alltag ist … Alltag.

 

Spülmaschine
Im Pfarr-Alltag steht zunächst nicht die gute seelsorgliche Gesprächsführung oder der verantwortungsvoll vorbereitete Gottesdienst im Mittelpunkt – sondern zu allererst die Notwendigkeit für dies alles Zeit und Konzentration zu haben!


Oft habe ich von Kollegen gehört, dass akribisches Planen doch eh nichts bringe – da würde unserem Beruf die Flexibilität verloren gehen. Und eine Arbeitswoche könne bereits durch eine eingehende Trauerfeier durcheinander geworfen werden.
Natürlich stimmt das alles: Der Pfarr-Beruf erfordert Flexibilität in hohem Maße. Aber was ist die Alternative zum Planen, das das fokussierte Arbeiten erst möglich macht? Sicher gibt es Genies, die das berühmte Chaos einfach überblicken. Bis jetzt habe ich aber so ein Genie selten getroffen.
Mit den KollegInnen, die sich für solche Überflieger halten, ist eine richtige Zusammenarbeit kaum möglich, da diese sich auf Termine nicht mehr vorbereiteten und immer ganz spontan reagieren müssen – jegliche gemeinsame Vorbereitung muss dabei auf der Strecke blieben.

Meine These: Strukturen sind wichtig, um ein Mindestmaß an Verlässlichkeit garantieren zu können – sowohl sich selbst und dem eigenen Privatleben gegenüber als auch im Hinblick auf den Gemeindegliedern, KollegInnen und Mitarbeitern.
Grundlage dafür ist Ordnung – damit fängt alles an. Und wie beim Geschirrspülen oder dem Wohnungsputz hört damit alles auf.
Deshalb sollte arbeitsorganisatorisches Training in die Ausbildung zum Pfarrer/ zur Pfarrerin integriert werden, damit die berühmten Kernaufgaben des Pfarrberufs auch den Stellenwert erhalten können, den sie verdienen. Warum sollten wir denn so viel Zeit und Energie in Theorie und Praxis von Seelsorge und Predigtlehre stecken, wenn Besuche und eine verantwortungsvolle Gottesdienstvorbereitung vom Chaosstrudel der tagtäglichen Anforderungen aufgesaugt werden?

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Die dauernde Erreichbarkeit im Pfarrberuf – wie hältst du das aus?

Die dauernde Erreichbarkeit – wie hältst du das aus?

„Ihr Pfarrer seid ja nie erreichbar“, höre ich oft. Und ärgere mich darüber. Denn ich gehe davon aus, dass es sich keiner der KollegInnen so leicht macht und böswillig alle Anrufe auf seinen AB umleitet, den er einmal in der Woche abhört.

Wir alle versuchen unseren Weg zu finden zwischen der Erreichbarkeit, die zu unserem Beruf dazugehört, und der Verfügbarkeit, die wir leicht mit Erreichbarkeit verwechseln – aber dazu später.

Bild Erreichbarkeit

Im Pfarrberuf gibt es – grob betrachtet – zwei Typen:
(A) Der eine will dauernd erreichbar sein – weil der Pfarrer ja bekanntlich immer im Dienst ist und er die Gemeindeglieder nicht vor den Kopf stoßen will; außerdem leidet er oft unter dem schlechten Image, dass durch (B)-Typen entsteht:
(B) Der andere würgt die Erreichbarkeitskanäle bis zur Verstopfung ab, er möchte schlecht erreichbar sein, um sich, sein Privat- und Familienleben zu schützen.

Lange Zeit gehörte ich zur Kategorie (a) – weil ich Erreichbarkeit mit Verfügbarkeit verwechselte.

  1. Zu welchem Typ gehörst du – und warum?
  2. Welche Erfahrungen hast du mit (B)-Typen gemacht?
  3. Wie balancierst du auf dem schmalen Grad zwischen totaler Erreichbarkeit und der Maulwurfstaktik?
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