Pfarr-Aszetik

Aszetik – was ist das?


Vom griechischen Wort “askesis” her bedeutet das deutsche Wort “Aszetik” soviel wie “Übung” aber auch “Verzicht”.

Quo vadis Aszetik?

Die Aufklärung verlagerte das Licht der Erkenntnis aus Gott heraus in das Innere des Menschen, in die Vernunft. In dessen Folge teilt die Aszetik im großen und ganzen dasselbe Schicksal, wie z.B. die Ideen vom Reich Gottes oder der Erlösung – letztere deformierten zu der großen Ideen des Kommunismus und unseres Konsumwahns, die Aszetik wurde zu einer der Grundlagen des modernen Kapitalismus, vgl. Max Weber.

Wie können wir effektiver Arbeiten, noch mehr produzieren, unsere Zeit effektiver nutzen usw., das waren die Fragestellungen, die sich daraus ergaben und die mit Religion geschweige mit Spiritualität nicht mehr viel zu tun hatten.

Im ausgehenden 20. Jahrhundert kehrten Ideen wie Moral und Spiritualität in den Werken von Stephen Covey, David Allen, Leo Babauta wieder zurück.

Aszetik reloaded

“Prüfet alles, das Gute Behaltet”, meinte schon der Apostel Paulus. Die Errungenschaften, die sich aus der Ausdifferenzierung der Wissenschaften ergeben haben, möchte ich wieder dezidiert in eine neue Aszese des Pfarr-Berufs re-integrieren. Denn es gibt zwei Dinge, die dieser Beruf (wieder) lernen muss:

  • nachdem die Pastoraltheologie ihr eigenen Beruf fast selbst wegsäkularisiert hat, braucht es einen dezidierten spirituellen Ansatz, wodurch dieser Beruf wieder zu sich selbst zurück findet;
  • allerdings in neuem Gewand: die Methoden moderner Produktivitätsansätze können dem Pfarr-Beruf im 21. Jahrhundert behilflich sein, den Arbeitsalltag wieder zu heiligen;
  • Pfarr-Alltag muss geübt werden
    glücklicherweise ist das aber auch möglich!
    Darum geht es in den Blog-Einträgen unter dem Stichwort Pfarr-Aszetik.

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