Spiritualität und gtd

Arbeit

Pfarr-Alltag:
– Anrufe um 8.20, in denen es nicht um Leben und Tod geht.
– Sitzungen bis zur körperlichen Erschöpfung.
– Sitzungen bis tief in die Nacht.
– … und die Gottesdienstvorbereitung läuft nicht am Stück, sondern etappenweise, nebenher …
Pfarr-Alltag: Das hatte ich mir aber ganz anders vorgestellt!

Sollte das nicht anders sein? Was läuft falsch?

“Wie geht es weiter?” – “Etwas hat überlebt…” Oder wie es im Film Jurassic-Park heißt “Das Leben findet einen Weg.”
Das, was vom Chaos unter den Teppich gekehrt wurde, versucht immer wieder zur vollen Stärke zurück zu kehren. Das ist ein Hauptthema der großen Religionen – auch des Christentums, das von einer zweiten Schöpfung träumt, in der kein Chaos-Rest aufmuckt.
Ein Traum aber auch der großen Mythen unserer Zeit:
Ob Christ, Hobbit oder Jedi-Padavan – das gemeinsame Ziel ist der Schutz des Lebensraums, den Gott geschaffen hat, das Ausleben des Gärtnerseins. Dazu gehört das Unkrautjähten genauso wie eine entsprechende Schulung, auch Spiritualität genannt – Hobbits bringen als geborene Gärtner von Geburt aus eine entsprechende Grundausstattung mit, aber auch sie sind nicht immun gegenüber des Einflusses des Ringes. Jedi-Anwärter haben eine besondere Affinität zu den Myoklonianern, dennoch machen sie ohne konsequentes Lernen und Üben große Fehler, die die dunkle Seite der Macht stärken.

Spiritualität ist Übung. Immer das gleiche. Ein Leben lang.

Spiritualität hatte immer schon die Aufgabe, Ordnung zu schaffen – zunächst im eigenen Leben im Kampf mit den inneren Dämonen, dann aber auch im Leben der anderen Wesen, die mit uns diesen Garten Gottes teilen. Und – es geht immer wieder von vorne los. Immer das gleiche – jeden Tag. Heute – jetzt – vollkommen.
* Jetzt räume ich auf – und mein Leben ist vollkommen.
* Jetzt ärgere ich mich über einen frühen Anruf – so ist mein Leben.
* Jetzt habe ich eine Sitzung bis tief in die Nacht – meinem Leben fehlt nichts.

Träumen wir den Traum vom Paradies, verpassen wir unser Leben.
Tun wir unser bestes um das Chaos zu ordnen, immer wieder und wieder.
Dann können wir entdecken, dass das die große Freiheit ist.
Und Gott lächelt.
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(c)gtd wird von seinem Erfinden David Allen nicht von ungefähr regelmäßig mit Metaphern und Beispielen aus spirituellen (Zen-Buddhistischer) Tradition erklärt. Indem wir mit dieser Methode Gottes Werk fortsetzen und unserer Gärtnersein auch im Bereich der basalen Büro- und Arbeitsorganisation fortsetzen, lernen wir, dass es keinen Bereich unseres Lebens gibt, indem wir Urlaub von unserer Berufung haben. Wir haben ein einziges Leben. Es gibt keine spirituelle Kuschelecke – und sonst gelten andere Gesetze. Spiritualität ist ALLES, auch das Schreiben eines Briefes oder das Aufräumen unseres Büros.
(c)Gtd ist ein Instrument zur Heiligung des Lebens!

Was läuft also falsch?

Gar nichts.

Fang an. Und genieße dein Leben!