2. Planungsmodule

Veröffentlicht in: Hybrides Arbeiten, Papier | 0

Ein Planungstool sollte idealtypischerweise alle Schritte der Planung beinhalten und deshalb aus folgenden Modulen bestehen, die helfen die Zielplanungen ins konkrete Aufgaben fürs Tagesgeschäft herunter zu brechen:

  • Projektplanungsvorlagen für Habit- oder Achievementgoals
  • Zieleübersicht an prominenter Stelle
  • Jahresübersicht & Zielverteilung
  • Meilensteine je Monat
  • Aufgaben je Woche
  • Tagesplanung

Der Full Focus Planner und sein Upgrade

Der Bobach’sche Fokus Planer ist nach der ausführlichen Beschäftigung von Lars Bobach sowohl mit dem Planner von Michael Hyatt‘s als auch mit dem Bullet Journal-Konzept entstanden.

Die modulare Struktur des FFP habe ich schon einmal in einem Artikel über meinem (damaligen) hybriden Workflow erklärt.

Die folgende Übersicht zeigt, was Lars Bobach übernommen hat und was nicht:

Obwohl der FFP einen ausführlicheren Eindruck macht, gibt es doch fast kein Thema, das nicht auch der FP aufgenommen hat – einzige Ausnahme sind die Jahresziel-Übersichtsseiten: Hier konkurrieren und unterscheiden sich wahrscheinlich die den jeweiligen Planer flankierenden Workshopangebote beider Anbieter zu sehr, so meine Vermutung.

Der FFP bietet als gebundenes Buch einen linearen Aufbau von Jahr-Quartal-Woche-Tag. Der FP packt diese Themen in die Leporellos, die einmal im Jahr neu geschrieben werden müssen. Weniger Schreibarbeit also beim FP, dafür weniger Planungsflexibilität – auf den ersten Blick. Beim zweiten Hinschauen fällt auf, dass auch der FP hinsichtlich seines Planungshorizontes ebenfalls eine Quartalsperspektive einnimmt.

Der FP-Module sind jeweils kürzer – Beispiele: Hyatts Planner sieht für die Wochenplanung 6 Seiten vor – Bobach nur eine einzige; Bobachs Planer bietet Raum für zwei den Tag rahmende Rituale – der FFP eben diese plus zusätzlich noch Rituale für den Ein- und Ausstieg in die tägliche Arbeit.

Programmatisch kürzer wirkt die Tagesplanung: Der „daily big three“ steht Bobachs eine „Fokusaufgabe“ gegenüber. Das mutet an wie die Gegenüberstellung der „5×3 Methode“ vom X47-Erfinder Matthias Büttner und „The One Thing“ von Gary Keller. Bobach scheint es wichtig zu sein, nicht nur so wenig Planungszeit wie möglich zu veranschlagen, sondern auch bei der täglichen Umsetzung so viel Fokus wie möglich zu schaffen durch maximale Reduzierung.

Am Augenfälligsten ist das Lesezeichen des FP – dafür gibt es kein Pendant oder Vorbild im FFP:

Auf dem Lesezeichen ist stets und auch alles vor Augen, was wirklich wichtig ist:

  • Die Ziele für die laufenden 6 Monate
  • 3 Gewohnheitstracker
  • im Fokus für den laufenden Monat 3 Meilensteine/ Ziele
  • sowie Platz für 22 Aufgaben, die keine Jahresziel-Priorität haben, aber dennoch im laufenden Monat erledigt werden sollten.

Der Fokus-Planer wirkt wie ein FFP auf Steroide!

Bullet Journal

Das Bullet Journal lässt sich ähnlich aufbauen wie der FFP, da beide Büchersysteme sind:

  • Index
  • Future Log: alle Termine, für die etwas vorzubereiten ist; alle Meilensteine und Jahresziele
  • Monthly Log: die wichtigsten Termine & Ziel-Meilensteine auf der linken und alle Aufgaben für den laufenden Monat auf der rechten Doppelseite
  • Evtl. noch ein Weekly Log zum Planen der kommenden Woche
  • Daily Log: Wie der Tag konkret verlief inklusive Tagesplanung
  • eigene Review- und Preview-Checklisten

Was der Index fürs BuJo ist, ist bei Bobach das übersichtliche Jahreskalendarium – ein Inhaltsverzeichnis. Im FP können in einem zusätzlichen X47-Notizbuch per Datumsüberschrift über die Tagesseiten hinausgehende Informationen referenziert werden. Im BuJo stehen diese Informationen direkt nebeneinander – dafür kann das Notizheft des X47 zur Review aufgeheftet und neben das Kalendarium gelegt werden.

Zeigt sich hier wieder einmal, dass der X47-Fokus-Planer das beste aus beiden Welten miteinander vereint?

Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!