Die INBOX überblicken

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Die INBOX

Für Gott ist die ganze Welt seine INBOX – das muss bis zum großen Reinemachen am Weltende eine Sisiphos-Arbeit bleiben. Zum Glück ist ein/e PfarrerIn nicht Gott – das macht vieles leichter! Wir haben die Möglichkeit, den Informationsfluss zu begrenzen, ihn zu kanalisieren.
Inboxes
Informationen stürmen tagtäglich auf uns ein, quillen durch unseren Briefkasten in unsere Wohnung, dem Fach im Gemeindebüro und mehr und mehr auch durch die Kanäle moderner Kommunikation. Bei evangelischen PfarrerInnen kommt da noch der Ehepartner dazu und die Kinder …

  • Ich komme nach Hause von einem Traugespräch – den Kopf voller Informationen
  • der Zwischenstopp im Gemeindebüro führte zu einem Rucksack voller Briefe und Zettel
  • der Eingangskorb meines Schreibtisches quillt über … war da etwas Wichtiges dazwischen?
  • und dann stolpere ich beim Reinkommen über die Post, die sich in meinen Eingangsflur ergießt
  • unnötig den Haufen von emails zu erwähnen, die stetig in meine Accounts wandern
  • ach, und dann gibt es ja noch den GroupWise-Account, zu dessen Benutzung meine Kollegen und ich dienstverpflichtet worden sind
  • während ich auf dem Weg in die Küche eine Kurz-Nachricht beantworte,
  • bemerke ich einen Zettel, den meine Frau an den Kühlschrank geheftet hat

Informationen kanalisieren – handlungsfähig bleiben!

Meine Arbeit als Pfarrer und meinen Aufgaben als Familienvater kann ich nicht tun, wenn ich die ganze Zeit von Informationen überschüttet werde – das macht mich zu einem Opfer des Informationszeitalters!
Ich will aber im Meer der Informationen schwimmen und nicht untergehen.
Es gilt den Informationsfluss zu nutzen, damit er mich nicht beherrscht und handlungsunfähig macht.

Daher gelten die goldenen Regeln:
1. So viele INBOXES wie NÖTIG – nicht mehr.
2. Jede INBOX mit der Regelmäßigkeit entleeren, gemäß der Beschaffenheit der Informationen, die sie sammelt.
Beispiel: Mit den Gedanken in meinem Kopf sollte ich anders umgehen als mit Kurznachrichten oder emails.

In den nächsten Beiträgen werde ich die wichtigsten INBOXES gemäß der Art ihrer Inhalte betrachten:
– unseren Kopf: Gedanken
email-accounts: digitale Post
Gemeindebüro + Briefkasten: Papier
Telefon + soziale Netze: Nachrichten in Echtzeit

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